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Solidarität ist wichtig: Japanische IT-Unternehmen helfen

Die ganze Welt ist betroffen von der Katastrophe in Japan und den nicht enden wollenden Hiobsbotschaften, die uns fast stündlich erreichen. Nicht absehbar sind auch die wirtschaftlichen Konsequenzen, denn unvermeidliche Zulieferengpässe machen sich weltweit bemerkbar. Unterschiedlich sind die Folgen für japanische IT-Unternehmen, denn auch in der betroffenen Region liegen Produktionsstätten, wenn auch die meisten im Süden angesiedelt sind. Tief verwurzelt ist der Solidaritätsgedanke, der jetzt eine Welle der Hilfsbereitschaft auslöst. Hier nur einige Beispiele:

Der Brother Konzern z.B., dessen Mitarbeiter im Hauptsitz Nagoya, etwa 350 km südlich von Tokio, unverletzt sind, stellt 100 Millionen Yen zur Verfügung, das sind umgerechnet etwa 875.000 EUR.

Bei Canon ist eine Projektgruppe damit beauftragt, Maßnahmen zur Schadensbegrenzung zu finden, denn Produktionsstätten im Norden von Honshu sind teilweise so schwer betroffen, dass mit Produktionsausfällen von mindestens einen Monat gerechnet werden muss. Andere Werke sollen hier einspringen.

Ähnlich sieht es bei Epson aus. Auch hier wurde ein Krisenstab gebildet, um unvermeidliche Ausfälle durch andere Werke auffangen zu können. Einige Produktionsstätten mussten den Betrieb aufgrund von Beschädigungen oder Stromrationierungen vorübergehend einstellen; eine Produktionsanlage liegt sogar innerhalb der Evakuierungszone von Fukushima. Hauptsächlich stellen die betroffenen Werke Quarze und elektronische Bauelemente für die Industrie her. Drucker, Scanner, Projektoren und Verbrauchsmaterial werden nicht in Japan produziert, sodass hier keine Probleme zu erwarten sind. Auch hier wurden 100 Millionen Yen als Soforthilfe zur Verfügung gestellt.

Panasonic Deutschland unterstützt die Rettungsmaßnahmen mit 300 Millionen Yen und anderen praktischen Hilfsgütern wie 10.000 Radiogeräten, 4.000 Einheiten solarbetriebene LED-Leuchten, 10.000 Taschenlampen und 500.000 Batterien.

Die Sony Group hat zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen 300 Millionen Yen als Soforthilfe zur Verfügung gestellt sowie 30.000 Radios und weitere Produkte, die vor Ort bei Bedarf ausgegeben werden. Sony-Mitarbeiter sammeln zudem weltweit Geld in Fonds, die vom Unternehmen noch aufgestockt werden sollen.

Auch Fujitsu meldet Schäden an Produktionsstätten und verlegt soweit wie möglich die Produktionskapazitäten in andere Werke. Über eine Million US-Dollar sowie andere benötigte Hilfsgüter werden zur Verfügung gestellt.

Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen, denn viele Unternehmen sind betroffen, direkt oder indirekt, und wollen alles tun, um Hoffnung für die Zukunft zu geben.


 

   

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