Jülicher Supercomputer halten weiterhin Spitzenplätze
In der neuen Weltrangliste der schnellsten Supercomputer konnten sich zwei Rechner aus dem Jülicher Forschungszentrum wieder weit vorn platzieren. JUGENE ist der schnellste Rechner außerhalb der USA und liegt auf Rang 4, während das in Jülich entwickelte Computer-Tandem JUROPA/HPC-FF sich in Europa auf dem dritten, weltweit auf dem 13. Platz einordnen konnte. Ein neues energiesparendes Rechnerkonzept stellen das Forschungszentrum und seine Partner mit dem Supercomputer QPACE vor.
Mit seinen 72 000 Prozessoren zeigt JUGENE Spitzenleistungen von über 1 Petaflop/s, das sind unvorstellbare 1 Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde. "Mit JUGENE zeigt Deutschland seine Präsenz in der Weltliga des Supercomputing und der Simulation", freut sich Professor Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, das Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft ist. JUGENE ist vom Typ IBM Blue Gene/P und wird für rechenintensive, komplexe Simulationen eingesetzt, beispielsweise in der Materialforschung, in der Umweltforschung oder in der Teilchenphysik. Er wurde in Jülich im Rahmen des Gauß Centre for Supercomputing beschafft, eines vom Bund, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen getragenen Zusammenschlusses der nationalen Höchstleistungsrechenzentren in Garching, Jülich und Stuttgart.
Die Supercomputer JUROPA und HPC-FF erreichen mit ihren über 3200 Rechenknoten eine Spitzenleistung von 308 Teraflop/s (308 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde). "Mit JUROPA und HPC-FF geht Jülich ganz neue Wege", erklärt Professor Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centre. "Im JUROPA-Konsortium entwickelt Deutschland wieder eigene Superrechner der höchsten Leistungsklasse." Forscher aller Fachrichtungen werden JUROPA nutzen, um zu klären, wie sich das Klima wandelt, wie sich Proteine in Zellen falten, wie neue Halbleiter funktionieren oder wie Brennstoffzellen zu verbessern sind. HPC-FF wird dabei allein für die Fusionsforschung zur Verfügung gestellt. Für besonders große Simulationen können die beiden Computer gekoppelt werden.
Der Supercomputer QPACE belegt als Prototyp Platz 110 in der TOP500-Liste und hat eine Rechenleistung von 55 Teraflop/s. Er ist jedoch auf Energieeffizienz optimiert und holt etwa doppelt soviel Rechenleistung aus einer gegebenen Strommenge wie die bisherigen Rechner der Liste. Damit ist er der Top-Favorit auf den Spitzenplatz in der in wenigen Tagen erscheinenden Weltrangliste der energieeffizientesten Supercomputer, Green500. Herzstück von QPACE ist der IBM PowerXCell 8i-Prozessor. Entwickelt wurde der Supercomputer vom IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum, der Universität Regensburg, dem Forschungszentrum Jülich, DESY Zeuthen, der Bergischen Universität Wuppertal und der Universität Ferrara.
Mehr Infos unter www.fz-juelich.de
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