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Japan-Katastrophe und Android-Market von Cyberkriminellen ausgenutzt

Aus der aktuellen Veröffentlichung der Top 20 Schadprogramme im März 2011 von Kaspersky Lab geht hervor, dass Internetanwender mit unterschiedlichen auf die Japan-Katastrophe bezogenen Social-Engineering-Tricks in die Falle gelockt, Android-Nutzer mit schädlichen Apps belästigt und mittels Java-Exploits Drive-by-Downloads durchgeführt wurden.

Die mit Hilfe des Kaspersky Security Networks (KSN) gewonnenen Daten basieren auf Rückmeldungen der Heimanwenderprogramme Kaspersky Anti-Virus, Kaspersky Internet Security und Kaspersky PURE Total Security. Im März 2011 wehrten die Kaspersky-Heimanwenderlösungen 241.151.171 Netzattacken ab, blockierten 85.853. 567 Infizierungsversuche über das Web und neutralisierten insgesamt 219.843.736 Schadprogramme. Aufgelistet werden zum einen die am weitesten verbreiteten Schad- und Werbeprogramme im Internet. Zum anderen zeigt die Aufstellung, mit welchen Schadprogrammen die Computer am häufigsten infiziert waren.

Der März war geprägt von besorgniserregenden Nachrichten aus Japan, die vor allem das beschädigte Atomkraftwerk Fukushima betrafen und natürlich die ganze Welt beschäftigten. Das wurde von Cyberkriminellen für ihre Zwecke ausgenutzt, indem sie Katastrophennachrichten mit schädlichen Links versendeten, infizierte Webseiten über die Katastrophe einrichteten und „nigerianische“ E-Mails verschickten, in denen zu dubiosen Spenden aufgerufen wurde. So wurden beispielsweise E-Mails mit angeblichen Links zu den neuesten Entwicklungen in Japan verschickt, bei denen nach dem Anklicken des Links ein Drive-by-Download mit Hilfe eines Exploit-Packs gestartet wurde. War der Angriff erfolgreich, wurde der Schädling Trojan-Downloader.Win32.CodecPack geladen. Jedem Vertreter dieser Familie sind drei Steuerungszentralen zugeteilt, mit denen er Verbindung aufnimmt. Außerdem erhält er von ihnen eine Liste schädlicher Dateien, die auf den Computer geladen und anschließend gestartet werden. Kaspersky-Experten entdeckten weiterhin eine schädliche Webseite, auf der der Download eines Videos zu den Japan-Ereignissen angeboten wurde. Doch statt eines Films wurde eine Backdoor heruntergeladen. Außerdem wurden Android-Schädlinge verbreitet, indem sie als legale Apps für den offiziellen Android-Marketge getarnt wurden.

www,kaspersky.de

 

   

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