Im Internet verschenken Händler Millionenumsätze
Im Internet verschenken Händler Millionenumsätze
Einkaufen im Internet ist heute für mehr als 33 Millionen Deutsche selbstverständlich, und die deutschen Händler haben auch entsprechende E-Commerce-Möglichkeiten im Angebot, um diesem Trend Rechnung zu tragen. Trotzdem gehen noch Umsätze in Millionenhöhe verloren, weil die verfügbaren Vertriebskanäle oft nicht in einer Gesamtstrategie aufeinander abgestimmt sind.
Den höchsten Erfolg verzeichnen Unternehmen, die ihr Filialnetz, ihren Außendienst, ihre Kataloge und ihren Internetauftritt optimal aufeinander abgestimmt haben. Hier wird im Vergleich zur Konkurrenz im Durchschnitt ein ca. 5 % höheres Umsatzwachstum erzielt. In Anbetracht der derzeitigen Wirtschaftskrise sind derartige Wettbewerbsvorteile umso höher zu bewerten. Dies entspricht dem Ergebnis einer aktuellen Markteinschätzung der PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung AG.
Eine Internetpräsenz oder ein einfacher Online-Shop allein reichen nicht aus, um dauerhaft erfolgreich zu sein. "Vielerorts sind die Arbeitsabläufe, die IT-Systeme und die Unternehmenskultur immer noch vom Stationärgeschäft oder Katalogversand geprägt. Anforderungen des Internets und die Integration aller Kanäle in eine einheitliche Geschäftsstrategie bleiben dadurch auf der Strecke", beobachtet Horst Christian Blume, Branchenexperte für E-Commerce, Vertrieb und Kundenservice bei der Hamburger Unternehmensberatung PUTZ & PARTNER.
Fehlt die Koordination der verschiedenen Vertriebskanäle, kann sich das äußerst negativ bemerkbar machen. Mehr als zwei Drittel der Deutschen informiert sich online, bevor sie zum Einkaufen in ein Geschäft gehen. Daher ist es empfehlenswert, die Angebote und Informationen im Internet und im Geschäft aufeinander abzustimmen bzw. ergänzend zu gestalten. Oft jedoch ergeben sich Konflikte beispielsweise in Preisgestaltung und Produktpräsentationen.
„Damit etablierte Handelsunternehmen nicht weiter ins Hintertreffen geraten, sollten sie die hauseigenen Denk- und Geschäftsansatz auf den Prüfstand stellen und sie konsequent an die veränderten Anforderungen des E-Commerce anpassen", sagt Managementberater Blume. Auch Unternehmensbereiche wie Lagerhaltung, Warenwirtschaft oder Kundenservice müssen mit der Geschwindigkeit des Internets Schritt können.
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