Stromsparen bei IT-Ausrüstung

Inzwischen wird in Deutschland mehr Strom für die IT-Ausrüstung verbraucht als für die typischen Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Beleuchtung. Darauf weist der TÜV Rheinland hin und rät Verbrauchern, auch bei Computern auf Sparsamkeit zu achten. Man macht sich einfach nicht bewusst, dass jede versendete E-Mail Strom kostet und dass Prozessor, DVD-Laufwerk, Grafikkarte usw. hier einen erheblichen Beitrag leisten.

"Mit ein paar einfachen Mitteln können Anwender aber eine Menge Strom und damit Geld einsparen und die Umwelt schonen", betont TÜV Rheinland-Experte Alfred Richter. Vor allem das umfangreiche Zubehör ist ein Stromfresser, denn auch wenn Drucker und andere Geräte ausgeschaltet sind, fließt Strom. Daher ist es sinnvoll, Mehrfachsteckdosen mit Kippschalter oder die "Master-Slave"-Funktion zu nutzen, die die Stromversorgung abstellen. Beim Thema Monitor kommt noch hinzu, dass ein Flachbildschirm deutlich sparsamer ist als alte Röhrengeräte. Zwischendurch kann man ihn über die Energiesparfunktion des Betriebssystems ausschalten. Zusätzliche rund 15 Prozent Stromaufnahme kann man sparen, wenn man den Bildschirm um etwa 25 Prozent dunkler stellt. Optimal ist es, die Helligkeit des Monitors grundsätzlich an das Umgebungslicht anzupassen. Je dunkler die Umgebung ist, desto mehr kann man auch den Monitor abdunkeln, ohne dass der Komfort beeinträchtigt ist.

Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat auch die Darstellung selbst. Hintergrund und Bildschirmschoner kosten viel Energie, auch wenn das Familienfoto sehr schön aussieht: "Denn dieser verhindert in vielen Fällen, dass sich der Monitor in den Ruhezustand versetzt", erklärt IT-Spezialist Richter. Nützlich ist die Energiesparfunktion, die gleich das gesamte System auf Sparkurs setzt, aber die wird häufig nicht genutzt.

Bei Neuanschaffungen gilt die Faustformel: Je leistungsfähiger der PC, desto höher der Stromverbrauch. Ein gut ausgerüsteter Desktop-PC kann bei fünf Stunden täglicher Nutzung schnell 100 EUR Stromkosten im Jahr verursachen. Deshalb sollten PC-Fans nicht nur auf die Performance des Rechners, sondern auch auf Energieeffizienz achten. Eines der bekanntesten Siegel für IT-Produkte ist der "Energy Star", wie ihn auch der TÜV Rheinland vergibt. Ein genauer Blick auf die Konfiguration kann sich lohnen: Allein bei Grafikkarten sind die Unterschiede im Stromverbrauch oft groß. Fragen sollte man sich auch, ob der Desktop-Rechner nötig ist, denn Notebooks brauchen in der Regel weniger Strom.

Beim Einkauf ermuntert Alfred Richter die Verbraucher zu mehr Selbstbewusstsein: "Scheuen Sie sich nicht, ein Strommessgerät mit ins Elektrogeschäft zu nehmen, damit Sie vorher wissen, wie viel ein IT-Gerät wirklich verbraucht." Strommessgeräte sind günstig zu erwerben oder lassen sich bei den örtlichen Verbraucherzentralen oder ihrem Energieversorger kostenlos ausleihen.

(Quelle: TÜV Rheinland)
 

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